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Wer hat sich den neuesten Streifen von Sofia Coppola “Marie Antoinette” schon angesehen? Wenn ja, wie war er?

Ich habe viele schlechte Kritiken gelesen und gehört. Das hat mich etwas verunsichert und ich wüsste gerne, ob der Film das Kinogeldwert ist.

One Response to Wer hat sich den neuesten Streifen von Sofia Coppola “Marie Antoinette” schon angesehen? Wenn ja, wie war er?

  • Es fällt mir sehr schwer, bei diesem Film eine klare Empfehlung auszusprechen. Wenn man auf das wieder modern gewordene Genre des Historienschinkens steht, wird man in diesen Film eh gehen. Und wahrscheinlich nicht enttäuscht werden. In sämtlichen Aspekten mindestens solide, lässt „Marie-Antoinette” sicher niemanden frustriert zurück. Anscheinend wurde allerdings versucht, das Genre etwas aufzupeppen, was sich vor allem in Form anachronistischer Musik manifestiert. Während man, solange es Musik zur Untermalung der Szenen bleibt, noch denkt „Aha… interessanter Versuch”, sind die rockigen Schlagzeugklänge als Musik des Maskenballs dann hingegen nur noch albern, zumal die Gäste sich dazu in einer bizarren Kreuzung aus angebrachtem barocken Rumgehopse und modernem Individualtanz verhalten über die Tanzfläche moshen. Wenn das jetzt seltsam klingt, ist es nicht meine Schuld.
    Was das Historische angeht kamen mir Anfang und Ende des Lebens Marie Antoinettes etwas zu kurz und auch die französische Revolution wird nur angerissen. Gut dargestellt wird allerdings die Persönlichkeitsentwicklung vom naiven Kind über das dekadente Kind bis hin zur Königin, die Verantwortung übernimmt. Auch hier hätte man sich aber mehr Zeit lassen können. Immerhin reicht es aber dazu, dass man sich jederzeit gut in Marie Antoinette hineinversetzen kann. Egal ob sie gerade Torte an ihren Hund verfüttert oder sich aufrichtig aber halbherzig um ihr Volk sorgt – ihr Verhalten wird immer gut motiviert und der Wandel von ihren letztendlich klein erscheinenden Problemen am Hofe, die die weitaus meiste Zeit im Film in Anspruch nehmen, zum plötzlichen Sturz in die Realität ihres Landes stellt einen sehr interessanten Kontrast dar.
    Die Kulissen und Kostüme lassen sich nur als beeindruckend beschreiben und Kirsten Dunst ist eine sehr gute Besetzung für die Rolle. Auch Jason Schwartzman als selbst im Bett furchtbar unsicherer König macht seinen Job gut.
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Film unterhaltsam ist, aber wahrscheinlich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Wer sich für die Zeit, die interessante Figur Marie Antoinettes oder für Geschichte allgemein interessiert, wird sich den Film trotzdem auf jeden Fall angucken wollen, alle anderen werden in bei der Hoffnung auf einen unterhaltsamen-aber-auch-nicht-mehr Abend nicht enttäuscht werden.
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