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Warum erinnern wir uns öfter an schlimme, als an schöne Sachen?

Kennt ihr das?
Man sitzt bei Kuchen und Tee bei einander und plaudert ein wenig. Einer erzaehlt ueber irgendeinen kleinen Unfall und schon sprudeln die schlimmen Kindheitserinnerungen nur so aus jedem heraus.
Wir hatten das Thema sicher schon 3x durch, in dem jeder einmal alle grossen Wehwechen der Vergangenheit aufzaehlt.
Wenn ich nun versuche mich an schoene Dinge von damals zu erinnern schaltet alles auf durchzug. Spanien Urlaube. Erlebnisse mit Freunden. So gut wie alles weg. Nur die schlimmen Sachen bleiben.
Praegen schlimme Sachen unser Leben also mehr als schoene Sachen?

8 Responses to Warum erinnern wir uns öfter an schlimme, als an schöne Sachen?

  • Seh ich nicht unbedingt so. es sind meist die einschneidenden Erlebnisse die uns praegen und von denen wir reden.
    Gruss

  • Also bei mir ist es eigendlich genau anders herum wenn ich die letzten Jahre so zurück denke erinnere ich mich eigendlich nur noch an die schönen Dinge obwohl das die bisher schwersten meines Lebens waren.

  • Das mag daran liegen, dass man mit bestimmten schlimmen Erlebnissen emotional noch nicht ganz fertig ist.
    Es fehlt uns dann noch immer Trost, Zuwendung und Verständis von Außen (lieben Freunden etc.), die mitfühlen und uns ihre Zuwendung schenken – bis wir damit innerlich Frieden schließen können.

  • Klar, viel mehr sogar. Also bei mir zumindest.
    Ich passe auf, dass mir bloß keine schlimmen Sachen passieren, wenn doch, dann drehe ich völlig durch.
    Aber bei den schönen Sachen, die mir öfters über den Wegs laufen, bin ich oft nicht so bewusst dabei und merke sie mir nicht.

  • *grins*-das sind meines erachtens leute die ddie schönen sachen nicht mehr schätzen udn sich deswegen mit den schlechten in den mittelpiunkt rücken ,erstens um mitleid zu erhaschen und naja-um ihre minderwertigkeitskomplexe zu überspielen,und des öfteren auch denken ddiese leute mit den schlimmen erlebnissen dass sie dadurch im mittelpunkt stehen können und damut aufmerksamkeit erregen weil sie es anders nicht schaffen…
    ich find so mensche lustig…
    klar-jeder hat mal was schlimmes hier und da erlebt-aber ich denk lieber an die schönen momente-ohne die schlimmen zu vergessen(jedoch muss ich die schlimmen net breittreten um mitgefühl zu erhaschen)…

  • Bei mir ist es anders rum… ich verdränge eher die schlimmen erlebnisse klar kommen die manchmal hoch aber eigentlich überwiegt das Positive …Hängt eben davon ab was für ein Mensch du bist wenn du sehr Optimistisch bist den denkst auch so (= und anders rum (= … bewusst das zu verdrängen ist nun nicht eine Erfolgs versprechende Variante … arbeite es durch und Akzeptiere es (= … aber wie das eben ist (= man denkt ja auch immer das man im Supermarkt an der Langsamsten Kasse steht … obwohl mal von 10 einkäufen vll einmal lange warten musste aber es kommt einem einfach so vor (= … besondere sachen oder außergewöhnliche Ereignisse speicherst du halt besser als alltägliches.

  • Das hat mit dem Unterbewusstsein zu tun. Schöne Erinnerungen werden nicht so langfristig gespeichert. Schlechte Erinnerungen dagegen werden langfristiger gespeichert da man diese Sequenzen der Vergangenheit nicht noch einmal erleben möchte.
    Das heißt z.B. Stell dir vor deine Eltern kaufen dir heute ein Auto. wenn dich in 5 Jahren jemand fragt wirst du nicht mehr wissen wer es dir gekauft hat.
    Aber jetzt stell dir vor deine Elter kaufen dir ein auto und dann hast du einen Tag danach ein Unfall du wirst dich ein leben lang daran erinnern das du in dem Auto das dir deine eltern geschenkt haben einen Unfall hattest.

  • Sehr vereinfacht und mechanistisch kann man sich das Gedächtnis wie eine Art Datenbank, in der Erinnerungen gespeichert werden, vorstellen. Natürlich ist das ein Modell, keineswegs arbeitet das Gehirn wie ein Computer, aber die Analogie hilft einige erstaunliche Erkenntnisse zu verstehen.
    Erinnert man sich an etwas, findet ein Suchvorgang statt (im Computer über Indizes), bis die Erinnerung im „Datenbestand” gefunden wurde. Vergessen beruht darauf, dass der Suchprozess im Lauf der Zeit immer schwieriger wird. Die Recovery-Theorie geht nun davon aus, dass man im therapeutischen Gespräch den durch Verdrängung „blockierten” Index wieder „gangbar” macht – und die ursprüngliche Erinnerung wieder zutage tritt. Nur: Das „Speichern” und „Abrufen” vollzieht sich in Wirklichkeit nicht mit digitaler Wiedergabetreue. Vielmehr mischen sich bei jedem Vorgang des „Speicherns” und Erinnerns neuere Erfahrungen, ähnliche Erlebnisse, anderswo Gehörtes und Gesehenes darunter, so dass die Erinnerung keine genaue – und vor Gericht verwertbare – Reproduktion mehr ist, sondern eine Rekonstruktion. Wir schreiben unser „inneres Tagebuch” ständig neu! Sein „Inhaltsverzeichnis”, der „Gedächtnis-Index”, wird sogar bei jedem Gebrauch verändert.
    Informationen, die nach einem Ereignis aufgenommen wurden, spielen dabei eine große Rolle. Ein bekanntes Beispiel ist das Experiment, bei dem Versuchspersonen auf Video einen Autounfall vorgeführt bekommen und diesen später beschreiben sollen. Ein großer Teil der Zeugen lässt sich durch suggestive Fragen beeinflussen. Sie bejahen die Frage, ob die Ampel auf Rot stand, obwohl keine Ampel zu sehen war. Bei einer weiteren Befragung ist die Ampel dann selbstverständlicher Bestandteil der Szene.
    Ein ähnliches Beispiel aus der praktischen Erfahrung der Verkehrsgerichte: Spricht ein (vielleicht farbenblinder?) Polizist bei einer Vernehmung nach einem Verkehrsunfall immer von einem „grauen PKW”, obwohl es in Wirklichkeit hellblau war, werden sich viele Zeugen später bei der Gerichtsverhandlung an ein „graues Auto” „erinnern”. Hier zeigt sich auch, wie „Autorität” die Erinnerung beeinflussen kann.
    (Insofern stimmt es manchmal schon, dass Kinder sich nicht an sexuellen Missbrauch erinnern können, weil der Papa es ihnen ausgeredet hat. Allerdings neigen solche Opfer eher dazu, das ihren angetane Unheil dann einer anderen Person mit weniger Autorität, z. B. dem ungeliebten Bruder oder dem Nachbarn, in die Schuhe zu schieben – und immer bleibt die Erinnerung an das „Geschehen” präsent.)
    So eine im Nachhinein verfälschende Information kann auch vom Zeugen eines Vorgangs selber kommen: Er durchlebt das ungewöhnliche Ereignis immer wieder, seine Gedanken und Gefühle beschäftigen sich damit, er zieht Parallelen, erinnert sich an Ähnliches, nimmt neue Informationen auf. Sehr rasch erinnert man sich nicht mehr an ein Ereignis, sondern an die Geschichten, die man sich und andern davon erzählt hat.
    wenn du nochmehr drüber wissen willst geh mal aud den link http://www.mmsseiten.de/gw-005.htm

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