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Nietsches Gedicht “Vereinsamt”?

Ich muss das Gedicht “Vereinsamt” von Nietzsche analysieren. das Problem ist dass ich bin nicht aus Deutschland, aber ich studiere in einer deutschen schule, deswegen muss ich das machen. und ich verstehe das Gedicht ueberhaupt nihct. Koennt ihr mir bitte helfen?
Was bedeutet “ziehen”? Welche Rolle spielt dieses Wort in das Gedicht? Was ist “Winter-Wanderscahft”? Was ist Hohn? Was ist schwirren? Warum ist es Flugs, mit “s”? Was ist schnein? Was bedeutet “Wohl dem, der keine Heimat hat”? Bitte ich brauche Hilfe!!!!!!!!
Hier ist das Gedicht:
Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein, –
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!
Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?
Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends Halt.
Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.
Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! –
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!
Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein, –
Weh dem, der keine Heimat hat!

2 Responses to Nietsches Gedicht “Vereinsamt”?

  • Vielleicht hilft dir zum vollständigem Verständnis dieses Referat:http://www.referate10.com/referate/Liter…
    Zu deinen Fragen:
    “Flugs” (Adjektiv, daher eigentlich klein geschrieben) hat die gleiche Bedeutung wie “flink”, es hat nichts mit dem Nomen Flug (Verb: fliegen) zu tun.
    “Schwirren” ist eigentlich eine typische Bewegung von Insekten, die beispielsweise um eine Blume herumfliegen und dabei Surr- und Brummgeräusche von sich geben. Im Zusammenhang mit den Krähen ist also eher das hörbare Geräusch gemeint, dass sie beim Fliegen erzeugen.
    Zugvögel (Störche, Pelikane) “ziehen” im Winter Richtung Süden, man kann es auch mit dem Verb “wandern/bewegen” gleichsetzen.
    Nach der neuen Rechtschreibung würde der Satz eigentlich so lauten:
    “und ziehen schwirrend flugs zur Stadt”
    Schnein = schneien
    Winter-Wanderschaft bedeutet sinnbildlich das Wandern durch Schnee, Kälte und Frost. Jemand der eine Reise auf unbestimmte Zeit zu Fuß macht, begibt sich auf Wanderschaft.
    Hohn = Spott, jemanden auslachen

  • 1. “ziehen” – hier etw. mitschleppen, sonstige Bedeutungen:ziehen
    (du zog[e]st, du zögest; gezogen; zieh[e]!) tr.: (allmählich), zu sich hin bewegen : wie ziehend bewegen : ziehend herausnehmen : einziehen, einsaugen : dehnen, ausdehnen : (Wagen –) mit Anstrengung bewegen : (Kinder usw. –) großziehen : (etwas nach sich –) zur Folge haben; rbz.: sich (wie ziehend) ausdehnen, lang erstrecken : sich fortbewegen : zäh(flüssig) sein : (sich krumm usw. –) wie ziehend krumm usw. werden; intr. (sein): (Dienstboten) den Dienst verlassen : umziehen, die Wohnung wechseln; intr. (haben): (an etwas –) zupfen, zerren : (Tee) stehen, bis die Bestandteile ausziehen : (Wechsel) trassieren; unp.: (Luftzug) sich bemerkbar machen ­ Ziehbrunnen: Brunnen, aus dem das Wasser heraufgezogen wird; Zieheltern: Pflegeeltern; Ziehharmonika: ein Musikinstrument; Ziehkind: Pflegekind; Ziehmutter: Pflegemutter eines Ziehkindes; Ziehvater: Pflegevater eines Ziehkindes
    2. “schwirr” evtl. schwirrend
    schwirren: intr.: schwärmen : einen sausenden Ton hören lassen : sich mit schwirrendem Ton bewegen ­ mir schwirrt es im Kopf ­ Schwirrvogel: Kolibri; Schwirrholz: Kultgerät austral. Stämme bei der Jugendweihe
    Als ganzes “und bringen die Schwärmen ins Fliegen, sausende Töne hinterlassend”.
    Du musst nicht die einzelnen Worten voneinander trennen, sondern alles in Kontext lesen und evtl verstehen. Oft benutzen die Dichter nicht charakteristische Synonyme, eigene Neologisme.
    Aber, machen wir unsere Analyse weiter:
    Ein Wort “Wanderscaft” existiert in der reichen deutschen Sprache nicht, ABER “Zur Winter-Wanderschaft verflucht” solle “verurteilt zum Fußreisen in einem eiskalten Winter” bedeuten.
    Andere Bedeutungen von Wanderschaft (lass deine Phantasie auch ein bisschen spielen: – die Reise eines Wandernden oder evtl.
    (evtl. Wanderung die; –, –en: Fußreise : Verlagerung des Wohnortes ­ Wanderungsbewegung; Wanderungsbilanz)
    3. Hohn, der; -(e)
    (veralt.) erniedrigende Schmach und Schande : Geringschätzung, Spott, Verachtung : Gegenstand des Hohns : schlimme Behandlung ­ Hohn lachen auch: hohnlachen (ich lache Hohn auch: ich hohnlache) intr.: höhnend auslachen; Hohngelächter; Hohn sprechen auch: hohnsprechen (ich spreche Hohn auch: ich hohnspreche) intr.: höhnen, aber um dein Ziel zu erreichen brauchst du auch alle
    4. Bedeutungen des Wortes “EIs”! Und das hast du nicht berücksichtigt!
    “4. 1. Eis , das; –: Durtonstufe
    4. 2. Eis, das; –es: gefrorenes Wasser : (bildl.) unempfindliche Kälte : künstlich gefrorene Flüssigkeit, Speiseeis ­ Eisbahn; Eisbank; Eisbär: am Eismeer lebender Bär; Eisbaum: Pfahl zum Abhalten des Treibeises; eisbedeckt Ew.; eisbehangen Ew.; Eisbein: gepökelte Schweinshaxe; Eisberg; Eisbeutel; Eisblick, Eisblink: Widerschein des Polareises an den Wolken; Eisblock; Eisblume: am Fenster niedergeschlagenes Eis; Eisboden, Eisbombe: hohe Torte aus Speiseeis; Eisbosseln: Eisschießen; Eisbrecher: Schiff mit Vorrichtung zum Durchbrechen des Eises; Eiscreme; Eisdecke; Eisdiele: Gaststätte, in der Speiseeis verkauft wird; Eisfarben: Azofarbstoffe; Eisfeld; Eisgang; Eisgebirge; eisgekühlt Ew.; Eisgetränk: Getränk mit Speiseeis oder kleinen Eisstückchen; eisgrau Ew.; Eisheiligen: Maifröste; Eishockey: auf dem Eis gespieltes Hockey; Eiskaffee; eiskalt Ew.; Eiskeller: Keller zur Aufbewahrung von Eis im Sommer; Eiskraut: Mittagsblume; Eiskunstlauf; Eislauf: Schlittschuhlaufen; eislaufen è Eis laufen intr. (ich laufe Eis, Eis gelaufen, um Eis zu laufen); Eisläufer; Eismaschine; Eismeer: Polarmeer; Eismonat: Januar; Eispalast; Eispickel; Eispflug: Maschine zum Aufbrechen des Eises; Eispunkt: Gefrierpunkt am Wärmemesser; Eisschießen: Eisspiel; Eisschnellauf è Eisschnelllauf; Eisschnelläufer è Eisschnellläufer; Eisschrank: Kühlschrank; Eissporn: Sporn zum sicheren Gehen auf Eis; Eissegeln; Eisverkäufer; Eisvogel: ein Vogel; Eiswasser: eiskaltes Wasser; Eiszapfen; Eiszeit: Glazialzeit ­ Eisesblick: eisiger Blick; Eiseshauch; Eiseskälte”
    Im Zusammenhang: “Dein blutend Herz in Eis und Hohn!”, bedeutet für mich “dein blutendes, aber vereistes Herz , bedeckt mit Schmach und Schande”, oder/aber “dein blutendes, frierendes Herz, umwühlt in Spott und Verachtung”…
    Hier sind “blütend” und “vereist” keine Antonyme. Ein vereistes Herz dient nicht nur zur Transplantation, sonders, es ist gefühllos, es blutet, oder/aber so ein Herz kann frieren (symbolisch gemeint, ich verstehe das sehr gut).
    5. …”schwirren”, die Krähen sind schwirrende oder schwärmende Vögel; Weitere Bedeutungen von “schwirren” (intr.Verb): schwärmen : einen sausenden Ton hören lassen : sich mit schwirrendem Ton bewegen ­ mir schwirrt es im Kopf ­ Schwirrvogel: Kolibri; Schwirrholz: Kultgerät austral. Stämme bei der Jugendweihe
    6. “schnein”, oder “Bald wird es schnein”, bedeutet:
    “Bald wird es schneien” (Rhythmus und Reim behalten)..Jeder Poet benutzt nichtstandarte Ausdrücke, wie ich oben erwähnt habe, sondern viel mehr eigene Neologismen, und eben darin steckt seine poetische Kraft. Ein Dichter kann keine standarte Ausdrücke benutzen. Oder er kann, aber er bleibt nicht in der poetischen Geschichte, wie Nietsche. Solche eigene Ausdrücke, Neologismen bereichern die Sprache. Oft benutzen sogar die zeitgenössischen Poeten veraltete Ausdrücke, weil manche von ihnen ausdruckvoller und viel besser klingeln. Die Poesie ist keine Mathematik, sondern Kunst, Spiel der Denkens und der Phantasie, Streben die eigenen Gedanken am besten auszudrücken, und wenn die Worten dafür fehlen, neue Worten zu schaffen. Wenn der Poet keine “weiße” (reimlose) Dichtung “dichtet” (verzeihe die Tautologie), darf er Rheim und Rhythmus, durch auslassen, bzw hinzufügen eines oder mehreren Buchstaben vervollkommnen.
    Vielleicht 99% der Dichter benutzen eigene Neologismen (eigene, von ihnen ausgedachte Worten, die du in keinem Wörterbuch finden kannst).
    Schnein ist in diesem Gedicht so benutzt, dass sich Rhythmus und Reim nicht verlieren. Es reimt sich mirt “schrein”, d.h. “schreien”.
    Das gilt für alle Dichter auf der Welt, nicht nur für Nietschsche.
    Zum Schluß: Ich bin Halbausländerin, die ihre Gymnasialjahre in Ausland verbracht und das Uni in Deutschland abgeschlossen hat. Trotzdem, meine Interesse und Liebe zu der Literatur und Philosophie, zu den sprachwissenschaftlichen Disziplinen, haben mir bei diesem Gedankenspiel geholfen.
    Ich kenne das Gedicht auch nicht, aber nach dem 2. Lesen, kann ich schon alles verstehen und hoffentlich behilflich sein. Das ist literarische Analyse, die macht und lernt man in der Schule
    7. “Flugs” ersetzt “Flüge”. Einfach das ist die, zu dieser Zeit, englische Variante des Pluralis.
    8. Ich habe nirgendwohin den Ausdruck ” “Wohl dem, der keine Heimat hat” getroffen, ganz im Gegensatz. Du bist ein guter Redakteur von Friedrich Nietsche.
    Dabei habe ich “Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!” getroffen.
    “Wohl, wird in Norddeutschland benutzt (statt “nichtwahr”, aber als Beispiel kannst du “Zum Wohl” nehmen. Meiner Meinung nach, bedeutet das: “Glücklich ist jeder, der eine Herimat hat” (Eigentlich, das die richtige Bedeutung ist.), und lansam kommen wir zu:
    9.”Weh dem, der keine Heimat hat!”, sichere richtige Bedeutung: “Dieser, der keine Heimat hat, hat kein Glück!”
    Wenn ich Fehler bei den Geschlechtern und den Fällen mache, kann ich mit Sicherheit behaupten, dass ich ziemlich viele veraltete Wörter kenne und mit den entsprechenden Denkmöglichkeiten und Phantasie verfüge, damit, ich ein, reich an Symbolik und Neologismen, Gedicht (von Nietsche oder jemandem anderen) lesen und richtig verstehen kann. Du kannst keinen Dichter in die Gitter der einfachen Sprache verschlüsseln. Ebenda ist seine Meisterschaft, Neologismen zu schaffen, für manche Dichter Rhythmus und Reim zu behalten, seine Gedanken in anderen, unüblichen, schöneren Ausdrücke zu bekleiden, nicht die Sprache zu vereinfachen (wie die kommunistischen “Schaudichter” und “Schauschriftsteller” machen sollten).”Dichten” bedeutet Freiheit die Sprache zu bereichern, neue Ausdrücke zu schaffen, die für ewige Zeiten ans Leben bleiben.
    Hoffentlich, habe ich dir ein bisschen geholfen.Ich habe es gern auf prima vista gemacht und wünsche dir viel Erfolg. Ich habe auch ein bisschen verwirrt geschrieben, aber der Ton macht die Musik. Außerdem, meine Seele und Denken sind auch nicht mathematisch pünktlich. Lese alles 2 male und du wirst alles verstehen.
    Noch mal viel Glück: Leony

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